80 Retter probten Einsatz nach Flugzeugabsturz

25.10.10

Ennigerloh (dis). Die Hilferufe berührten selbst erfahrene Rettungskräfte. Bei der Rettungsübung des Löschzugs Ennigerloh der Freiwilligen Feuerwehr und des DRK-Ortsvereins Ennigerloh spielten die Unfallopfer ihre Rollen überzeugend. Im Bereich der Elsastraße übten mehr als 80 Einsatzkräfte am Samstagnachmittag die Unfallopferrettung nach einem vermeintlichen Flugzeugabsturz.
Seit Februar hatten Udo Altenseuer, Karl-Heinz Kriegers (beide Löschzug Ennigerloh), Oliver Schulte und Benny Hölzel (DRK) die Großübung vorbereitet. Geübt werden sollte die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdiensten bei einem Massenanfall von Verletzten, kurz MANV, wie es in der Dienstsprache heißt.
Ein ausgeklügelter Einsatzplan gab den weiteren Ablauf nach einer Meldung vor. „Die Übung sollte unter möglichst realistischen Bedingungen erfolgen. Darum haben wir die „Realistische Unfalldarstellung“ (RUD) des Kreisverbandes in die Übung mit einbezogen“, erklärte Schulte. Detonationen und viel Rauch gehörten mit zum Szenario.
In der Übung erkundete die Einsatzgruppe „First Responder“ des DRK-Ortsvereins Ennigerloh als erste Helfer den Unfallort. Deren Funkmeldung gab der Leitstelle in Warendorf das Signal, ein gut ausgeklügeltes Rettungssystem in Gang zu setzen.
Kurz nach der Alarmierung durch die Leitstelle rückte Ennigerlohs Löschzug in voller Stärke aus. Die DRK-Rettungsdienste Ennigerloh, Beckum und Oelde eilten zur Unfallstelle. Ebenso Notärzte aus den umliegenden Krankenhäusern. Im Ernstfall wären es auch drei Rettungshubschrauber mit weiteren Notärzten gewesen. Bei der Übung verzichtete man jedoch auf die Helikopter. Mehr als 80 Rettungskräfte kamen zum Einsatz. Unter schwerem Atemschutz bargen die Feuerwehrmänner die Verletzten aus dem Unglücksflugzeug, die dann von den Rettungsdiensten versorgt wurden.
Die einzelnen Zahnräder der Rettungsmaschinerie griffen ineinander. In kleinen Gruppen erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt h eine Nachbesprechung. Dabei wird der medizinische Part und der Feuerwehrpart noch einmal kritisch beleuchtet. Alles in allem zog der Gesamteinsatzleiter Ludger Brune am Ende der Übung eine positive Bilanz.

Bericht von Herrn Schomakers von der Tageszeitung "Die Glocke"

 

Hier geht s zur Bildergalerie der Feuerwehr Ennigerloh